Wir danken für Ihre Spende!

Die Mitglieder der Rehkitz-Rettung Straubenhardt arbeiten zu 100% ehrenamtlich.

Die Finanzierung erfolgt komplett über Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Zur erfolgreichen Rehkitz-Rettung sind wir auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende!

Vielen Dank im voraus!

              NEWS

KW 29/2022

Drohnenanschaffung wird auch in 2022 staatlich gefördert

Der Landesjagdverband teilte uns mit, dass die Anschaffung von Drohnen für die Rehkitzrettung auch dieses Jahr wieder vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird.

Die Förderung für eine oder zwei Drohnen können unter anderem eingetragene Vereine beantragen, zu deren satzungsgemäßen Aufgaben die Rettung von Wildtieren gehört.

Das ist die Chance für die Rehkitzrettung Straubenhardt e.V.,  vereinseigene Drohnen anzuschaffen. 

Bislang kommen ausschließlich privat zur Verfügung gestellte Geräte zum Einsatz. Außerdem gab es in 2022 einige Tage, an denen mehrere Landwirte gleichzeitig oder einzelne Landwirte sehr große Flächen mähten. Das konnten wir nur mit der Unterstützung anderer Piloten mit deren privaten Drohnen schaffen. Diese Unterstützung war aber nur möglich, weil in anderen Gebieten zufällig an den Tagen nicht gemäht wurde. Mit einer oder zwei Drohnen im Vereinsbesitz könnten wir diese Aufgaben in Zukunft sicher und ohne zusätzliche Hilfe bewältigen. 

Das Ministerium fördert nur einen Teilbetrag (maximal 60% oder €4000 pro Drohne) der Anschaffungskosten. Den Rest muss der Verein selbst aufbringen. 

Dank einiger großzügiger Spenden hat der Verein schon etwas angespart. Es geht jetzt darum, ob wir eine oder sogar zwei Drohnen beschaffen können, sofern wir eine Bewilligung bekommen.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, für die Rehkitzrettung zu spenden und es noch nicht getan haben, wäre jetzt genau der richtige Zeitpunkt.

Sollten Sie noch Fragen zur Verwendung der Mittel, zum Einsatz der Drohnen oder zum Förderprogramm haben, schreiben Sie einfach an rehkitzrettung-straubenhardt@web.de. Unter der Nummer 07082 414379 erreichen Sie uns auch persönlich. Wir freuen uns über jede Spende auf das Vereinskonto DE17 6665 0085 0008 2391 69 bei der Sparkasse 

KW 28/2022

Endspurt zum Saisonabschluss

Wie im vorletzten Artikel geschrieben, verschaffte uns der Regen eine kleine Pause. Erwartungsgemäß wurden die Mäharbeiten danach zügig fortgesetzt.

Es begann am 2.Juli um 4:30Uhr in Pfaffenrot. Dort fanden wir keine Kitze. Weiter ging es nach Bieselsberg um einem Drohnenpiloten dort zu helfen. In fünf kleineren Wiesen fanden wir insgesamt 7 Rehkitze, die wir verscheuchen konnten, während der Landwirt mit dem Mähfahrzeug schon wartete.

Am 3. Juli war ab 4:00Uhr Großeinsatz. In Straubenhardt wurden von 3 Landwirten insgesamt über 60ha gemäht. Durch die Zusammenarbeit mit zwei anderen Drohnenteams konnte auch diese Aufgabe bewältigt werden. Es wurden 8 Kitze gefunden und aus den zu mähenden Flächen vertrieben.

Unser Einsatzgebiet am 4. Juli war Ittersbach. Zusammen mit dem Jagdpächter und engagierten Helferinnen vom Pferdehof gelang es uns, 3 Kitze aus den Wiesen zu scheuchen, während der Landwirt schon mit dem Mähen begonnen hatte.

Am 9. und 10. Juli flogen wir wieder in Pfaffenrot. In dieser Zeit fanden wir 3 Kitze, die allerdings auch alle schon wegrannten.

Insgesamt haben wir in der Saison über 60 Tiere gefunden. Niemand kann sagen, wie viele davon auch ohne unsere Hilfe die Mahd unverletzt überstanden hätten. Diejenigen, die wir wegtragen konnten, haben wir ganz sicher vor Verletzung und Tod bewahrt.

Auch dem kleinen verletzten Rehbock, den wir in die Wildtierpflegestation Mittelbaden gebracht hatten, geht es wieder besser und er hat sogar eine Chance, ausgewildert zu werden.

Die Rehkitzrettung in 2022 neigt sich dem Ende zu. Wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützt haben, sei es durch aktive Mithilfe oder Spenden auf unser Vereinskonto.

Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen wollen, melden Sie sich einfach unter rehkitzrettung-straubenhardt@web.de. Oder Sie wählen die Nummer 07082 414379 und sprechen direkt mit uns. Wer möchte, kann auch Mitglied in unserem Verein werden. Wir freuen uns über jede Spende auf das Vereinskonto DE17 6665 0085 0008 2391 69 bei der Sparkasse 

KW 26/2022

Rehkitz mit Bissverletzungen gefunden

 

Der Hund ist gut erzogen und gehorcht aufs Wort. Er soll etwas Freiheit haben, deshalb darf er beim Spaziergang auch mal von der Leine. Wahrscheinlich waren es nur 2 oder 3 Minuten, in denen er außerhalb der Sichtweite war. Sicher reichte ein kurzer Ruf, und schon kam er brav aus dem kleinen Stück ungemähter Wiese zurück, in dem er kurz vorher verschwunden war.

Das Kitz hatte die Wiesenmahd gut überstanden. Es versteckte sich im hohen Gras in der Nähe des Weges, sonst gab es nach der Mahd kaum noch Verstecke. Der Hund fand das Kitz zufällig. Er packte es nur kurz, wollte es mitnehmen. Doch als er gerufen wurde, folgte er gleich. Er ist gut erzogen.

Der Biss war nur kurz, aber folgenreich. Ein Auge, die Kopfhaut und der Kiefer wurden verletzt. Es fliest nicht viel Blut, die Kopfwunden schließen sich wieder. Aber jetzt sind Bakterien unter der Haut. Eiter bildet sich, das Gewebe schwillt an, die Schwellung schließt auch noch das zweite Auge. Der Körper wehrt sich heftiger, Fieber stellt sich ein. Die Bakterien verbreiten sich trotzdem und schwächen den gesamten Organismus. Das Kitz kann der rufenden Ricke nicht mehr antworten, es liegt unter einem Busch und wartet auf das Ende.

So könnte es gewesen sein. Wir wissen es nicht genau. Was jetzt folgt ist aber tatsächlich so passiert:

Eine Anwohnerin der Wiese findet in ihrem Garten das leblose Tier. Sie kennt sich nicht gut aus, sie weiß nicht, dass Kitze häufig alleine irgendwo in Deckung liegen. Man soll sie nicht anfassen, sondern nur beobachten, ob die Geiß in der Nähe ist und sich um ihr Kleines kümmert. Stattdessen fasst die Frau das Kitz an und stellt fest, dass es kalt und regungslos ist. Sie nimmt das Tier mit ins Haus und wärmt es. Eigentlich ist das falsch, aber in diesem Fall hilft es.

Die Frau ruft den Revierförster an, der gibt ihr zwei Telefonnummern von Tierstationen. Auf der ersten Nummer meldet sich niemand, die zweite Station nimmt nur kleine Säugetiere an, ein Rehkitz können die nicht versorgen.

Sie erinnert sich an einen Artikel über Rehkitzrettung, den sie gelesen hat. Da steht auch eine Telefonnummer. Letztendlich landet sie bei uns.

Wir informieren den Jagdpächter, avisieren das Kitz bei der Wildtierpflegestation Mittelbaden in Bischweier und bringen das Tier dorthin. In der Station kümmert man sich sofort. Die Wunden werden gereinigt, Antibiotika und Schmerzmittel verabreicht. Das rechte Auge ist nicht mehr zu retten, der Kiefer und der Kopfbereich sind vereitert. Langsam wirken die Schmerzmittel, so dass der kleine Bock sogar die angebotene Flasche Ziegenmilch komplett austrinkt.

Wenn er Glück hat, wird er überleben. Wenn er ganz viel Glück hat, wird er sogar wieder in die Freiheit können. Oder er muss wegen des fehlenden Auges in der Obhut von Menschen bleiben. Oder er verliert den Kampf gegen die Bakterien und stirbt.

 

Halten Sie ihre Hunde bitte an der Leine!

 

Wenn Sie an der Arbeit der Wildtierrettung interessiert sind oder spenden wollen, können Sie das unter www.wildtierpflegestation-mittelbaden.com.

 

KW 25/2022 

Zwischenbilanz der Saison – Über 40 Rehkitze gerettet

 

Nachdem wir in den letzten drei Wochen 18 Einsatztage hatten, verschafft uns der angekündigte Regen eine Verschnaufpause. Das ist eine Gelegenheit, ein Zwischenfazit zu ziehen.

Bei den Einsätzen konnten in Straubenhardt und Umgebung über 40 Rehkitze aus den Wiesen gerettet werden. 12 davon waren noch so klein, dass sie in unsere Taschen gepackt und für die Dauer der Mahd gesichert werden konnten. Die restlichen waren schon zu groß und sind vor uns geflohen. Aber auch Kitze, die uns entwischen, sind manchmal noch zu langsam, um den Mähwerkzeugen zu entgehen. Daher müssen auch sie möglichst aus den Wiesen vertrieben werden. 

Unser Aktionsradius hat sich deutlich erweitert. Es haben sich z.B Landwirte aus Waldrennach, Pfaffenrot, Karlsbad und Gräfenhausen zum ersten Mal gemeldet. Das ist sehr erfreulich. Bei anderen ist die Kooperationsbereitschaft eher schwach. Das ist bedauerlich und gefährlich. Nicht nur für die Wildtiere in den Wiesen, sondern auch für den Fahrer des Mähfahrzeugs, der gesetzlich verpflichtet ist, Maßnahmen zur Vermeidung von Mähunfällen zu treffen. 

Inzwischen haben wir Kontakte zu anderen Drohnenteams in der Umgebung geknüpft. Für deren Unterstützung bei einigen größeren Einsätzen bedanken wir uns recht herzlich.Und natürlich waren auch wieder etliche Helfer im Einsatz, denen wir auch sehr gerne „Danke“ sagen

Im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht alle Kitze schnell genug auf den Beinen, um sich vor dem Mähwerk zu retten. Am 16. Juni wurde ein schon flüchtendes Kitz beim Mähen erfasst und getötet. Am Tag darauf fanden wir sogar noch 2 liegende Kitze, die wir sichern und damit retten konnten. Deshalb bitten wir die Landwirte, uns auch weiterhin rechtzeitig vor der Mahd zu informieren. 

Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen wollen, melden Sie sich einfach unter rehkitzrettung-straubenhardt@web.de. Oder Sie wählen die Nummer 07082 414379 und sprechen direkt mit uns.

Wer möchte, kann auch Mitglied in unserem Verein werden. Wir freuen uns über jede Spende auf das Vereinskonto DE17 6665 0085 0008 2391 69 bei der Sparkasse Pforzheim Calw oder über Paypal unter der oben genannten Mailadresse.